Studenten: Befreiung von der Versicherungspflicht in der GKV


Zum Studienbeginn müssen Sie eine Krankenversicherung besitzen. Dabei können sich Studenten unter bestimmten Voraussetzungen von der gesetzlichen Versicherungspflicht in der GKV befreien lassen und in eine Privatversicherung wechseln. Wie das funktioniert, was Sie dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

Jetzt die beste PKV finden
kostenloser und unverbindlicher Vergleich

  • über 300 Tarife vergleichen
  • erstklassige Leistungen sichern
  • bis 2.500 € pro Jahr sparen
  • kostenlos und unverbindlich
  • unabhängig und individuell
  • werbefrei und qualitätsgeprüft


Wie Sie sich befreien lassen können

Möchten Sie zu einer privaten Krankenkasse wechseln, dann müssen Sie sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen. Eine Befreiung ist in folgenden Fällen möglich:

  • innerhalb von drei Monaten nach Studienbeginn
  • nach Auslaufen der Familienversicherung
  • nach Erreichen des 14. Fachsemesters bzw. 30. Lebensjahres

Der Antrag muss an diejenige Krankenkasse gerichtet werden, die bei Eintreten der Versicherungspflicht zuständig ist. Zu beachten ist, dass eine Befreiung für das den gesamten versicherungspflichtigen Zeitraum gültig ist und während dieser Zeit nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Studentin Lehrgang
© Picture-Factory / Fotolia

Auch nach Beendigung des Studiums ist ein zurück zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht ohne Weiteres möglich. Machen Sie sich beispielsweise selbstständig oder liegt Ihr Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze bleiben Sie automatisch bei der PKV versichert. Eine Ausnahme gilt nur bei Erreichen des 30. Lebensjahres bzw. des 14. Fachsemesters. In diesem Fall können Sie wieder zur GKV zurück. Deshalb sollten Sie vorab genau prüfen, inwieweit sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung für Sie lohnt.

Wann eine PKV Sinn macht

Bei der PKV richten sich die Beiträge nach Eintrittsalter und Gesundheitszustand. Aus diesem Grunde profitieren Studenten zumeist von relativ günstigen Beiträgen. Dazu bietet eine private Krankenversicherung einen umfassenderen Schutz und bessere Leistungen.
Des Weiteren ist sie für Studenten interessant bei denen ein Elternteil verbeamtet ist. Sind Sie über die PKV eines Elternteils beihilfeberechtigt, benötigen Sie nur für den restlichen Anteil einen eigenen Beitrag zahlen. In der Regel sind dies 20%. Bei den gesetzlichen Krankenkassen gibt es diese Möglichkeit nicht. Sind Sie dort nicht mehr über die Familienversicherung abgesichert, benötigen Sie einen Volltarif für Studenten.

Lesetipp:  Krankengeld: Krankenkasse zahlt nicht trotz Krankschreibung - was tun?

Günstige Konditionen für nach dem Studium sichern

Erfüllen Sie nach Beendigung des Studiums die Bedingungen für Privatversicherung nicht, dann werden Sie automatisch in die GKV eingestuft. Sie können sich jedoch das Eintrittsalter und die günstigen Konditionen über eine sogenannte Anwartschaft sichern. Steigt Ihr Gehalt irgendwann über die Versicherungspflichtgrenze oder machen Sie sich selbstständig können Sie sich ohne erneute Gesundheitsprüfung und zum früheren Eintrittsalter wieder privat versichern.

Alle Wechselzeitpunkte im Überblick

  • Zu Studienbeginn:
    Wer vor dem Studium privat versichert war, kann zum Studienbeginn in eine gesetzliche Krankenversicherung wechseln, da zu diesem Zeitpunkt die Versicherungspflicht eintritt. Zudem gönnen sich gesetzlich Versicherte nach einer Befreiung privat versichern.
  • Zum Ende der Familienversicherung:
    Läuft die Familienversicherung ab, ist eine studentische Vollversicherung bei der GKV oder (nach einer Befreiung) ein Wechsel in ein Privatversicherungf möglich.
  • 30. Lebensjahr/Ende 14. Fachsemester:
    Studenten können in die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung wechseln oder sich nach einer Befreiung privat versichern.

Ein wichtige Entscheidung

Die Entscheidung über die Krankenversicherung hat weitreichende Folgen und sollte deshalb genau überlegt werden. Eine Kündigung der Befreiung ist nur dann möglich, wenn wieder eine gesetzliche Versicherungspflicht eintritt. Für einen Wechsel spricht vor allem der größere Leistungsumfang sowie die Möglichkeit, sich für späteren Zeitraum einen günstigen Tarif zu sichern.