Selbständige: Krankenversicherung als Sonderausgaben absetzen

Selbständige haben die Möglickeiten die Beiträge für Ihren Krankenversicherung als Sonderausgaben von der Steuer abzusetzen. Diese Absetzbarkeit unterliegt jedoch einigen Regelungen und Bedingungen, die es zu verstehen gilt.

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Bis zum Jahr 2009 konnten die Krankenversicherungsbeiträge nur begrenzt  steuerlich geltend gemacht werden. Seit der Einführung des Bürgerentlastungsgesetzes im Jahr 2010 besteht jedoch die Möglichkeit, diese Kosten fast vollständig als Sonderausgaben abzugeschreiben. Diese Regelung gilt sowohl für gesetzlich als auch für privat Versicherte. Dabei können privat Versicherte in einem größeren Umfang profitieren, müssen jedoch auch mit Einschränkungen rechnen.

Zusatzleistungen von der Absetzbarkeit ausgeschlossen

Sonderausgaben absetzen
© photophonie / Fotolia

Grundsätzlich gilt, dass Mitglieder einer Privatversicherung nicht den gesamten Beitrag absetzen können, sondern lediglich einen Höchstbetrag. Dieser Höchstbetrag orientiert sich an einer Grundversorgung, welche ausschließlich aus Basisleistungen bestehen darf. Chefarztbehandlungen oder Einbettzimmer können somit nicht steuerlich abgesetzt werden.

Damit die Versicherungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden können, muss eine Aufschlüsselung der Krankenversicherung vorgelegt werden, welche dementsprechend die Beiträge für die Grundversorgungen aufzeigt.
Auch bei gesetzlich Versicherten wird nicht der Gesamtbeitrag berücksichtigt. Anstelle dessen werden pauschal 4% des Gesamtbeitrages abgezogen.

Selbständige und die Steuer: 4 wichtige Regeln

Selbständige, die ihre Krankenversicherungsbeiträge und möglicherweise auch die ihres Ehegatten oder ihrer Kinder (sofern eine Unterhaltspflicht besteht) von der Steuer absetzen wollen, sollten einige grundlegende Regeln beachten:


  1. Gewählte Selbstbehalte im Versicherungstarif sind grundsätzlich nicht steuerlich absetzbar. Somit können sämtliche Rechnungen, welche vom Versicherungsnehmer selbständig getragen werden, nicht abgesetzt werden. Aus diesem Grund ist es auch zwingend notwendig, dass alle Rechnungen bei der Krankenversicherung eingereicht werden.
  2. Beitragsrückerstattungen wirken sich stets negativ auf die Steuervergünstigung aus. Wer Beitragsrückerstattungen beantragt oder erhält, muss diese in der Steuererklärung unbedingt angeben. In der Regel übermitteln auch die Krankenversicherungen elektronische Daten im Zuge des Bürgerentlastungsgesetzes an das Finanzamt.
  3. Berücksichtigt werden sollte auch, dass bereits bei der Einkommenssteuervorauszahlung 80% des Versicherungsbeitrages des letzten Veranlagezeitraums angesetzt werden. Sollten bereits maßgebliche Daten für den aktuellen Veranlagezeitraum vorliegen, werden von diesem 80% angesetzt. Der Betrag beträgt immer mindestens 1.500 Euro.
  4. Im Zuge der Steuererklärung sollte unbedingt eine Kopie des Versicherungsvertrages eingereicht werden. Ferner gilt für privatversicherte Selbständige, dass eine Aufschlüsselung der Krankenversicherung nach Basisleistungen beigelegt werden muss. Diese Aufschlüsselung stellt jeder private Krankenkasse auf Anfrage aus. Auch Belege zu Beitragsrückerstattungen oder gegebenenfalls Zahlungen der Künstlersozialkasse sollten nicht fehlen.