Lohnt sich die Riester-Rente für Beamte?


Die Riester-Rente ist eine der beliebtesten Vorsorgepordukte der Deutschen. Besonders Arbeitnehmer profitieren von den staatlichen Förderungen auch Zuschüssen. Doch lohnt sich diese private Altersvorsorge auch für Beamte? Wir geben Ihnen alle Infos, um diese Frage zu beantworten.

Der Anspruch auf Förderung

Ein Riester-Rente kann grundsätzlich von jedem Deutschen abgeschlossen werden. Mit dem Abschluss besteht für den Versicherungsnehmer Anspruch auf eine staatliche Forderung, die in Form von Steuerfreibeträgen und Zulagen realisiert wird. Auch Beamte sind generell förderungsberechtigt.

Um die staatliche Förderung beanspruchen zu können, muss entsprechend ein Altersvorsorgevertrag bei einem der unzähligen Riester-Anbieter abgeschlossen werden.

Die Zulagen und Steuervorteile

Aktuell bezahlt der Staat jeder anspruchsfähigen ledigen Person einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 114 Euro. Verheiratete bekommen demnach 228 Euro. Für jedes Kind wird eine Sonderzulage von 300 Euro gezahlt, falls die Kinder nach dem Jahr 2008 geboren wurden.

Damit die staatlichen Zuschüsse gewährt werden, müssen mindestens 3% des Vorjahreseinkommens in den Sparvertrag eingezahlt werden. Beamte besitzen die Möglichkeit, diese Ausgaben steuerlich geltend zu machen. Diese Sonderausgabenabzugsfähigkeit ist ganz besonders interessant.

Fragezeichen
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Aus finanzieller Sicht ist der Abschluss eines Riester-Vertrages also durchaus attraktiv. Die steuerliche Absetzung der Beträge als Sonderausgabe erfolgt jedes Jahr mit der Einkommenssteuererklärung. Dabei prüft das Finanzamt automatisch, ob die Steuerersparnis höher ist als die erhaltenen Zulagen. In diesem Fall erhält man eine verringerte Nachzahlung oder eine Steuererstattung.

Die verschiedenen Formen

Die Riester-Rente lohnt sich vor allem für ledige Beamte, die ein hohes Einkommen besitzen, da dann die steuerlichen Vorteile am höchsten sind. Dabei kann man zwischen verschiedenen Formen wählen:

  • Fondssparplan
  • die Wohn-Riester
  • klassische Rentenversicherung
  • fondsgebundene Rentenversicherung
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Es bei all‘ diesen Formen in der Regel um einen Sparvertrag Dabei wird dem Beamten eine „doppelte Förderung“ gewährt. Diese besteht zum einen aus Zulagen und zum anderen aus Sonderausgabenabzügen. Bei Fondssparplänen und Rentenversicherungen liegt das Augenmerk auf einer zusätzlichen Rente fürs Alter. Bei der Wohn-Riester wird die Schaffung von Vermögenswerten in Form eines Eigenheims gefördert.

Die Anforderungen

Wer eine Riester-Rente in Anspruch nehmen möchte, muss bestimmte Förderauflagen erfüllen. Das angesparte Kapital muss beispielsweise bei Rentenbeginn in eine lebenslängliche Altersrente umgewandelt werden. Es dürfen maximal 30% des angesparten Geldes einmalig ausgezahlt werden. Die Auszahlung der Rente kann frühestens ab dem 60. Lebensjahr in Anspruch genommen werden. Bei Beamten ist eine Auszahlung allerdings erst möglich, wenn das Pensionsalter erreicht wurde.

Für eine erfolgreiche Beantragung muss man sein Vorhaben bei seinem Dienstherren melden. Dieser muss die Einwilligung zur Übertragung der benötigten Daten geben. Dazu gehören vor allem die Vorjahresbesoldung, die Zulageberechtigung und der Kindergeldbezug. Die Daten werden vom Dienstherren maschinell an die Besoldungsstelle weitergeleitet. Dieser Vorgang ist zwingend: Ohne ihn kann keine staatliche Zulagen bezogen werden.

Generell lohnt sich eine Riester-Rente für Beamte. Dank der Entscheidungsfreiheit, wie hoch die Einzahlung ausfallen soll, kann damit eine attraktive zusätzliche private Altersvorsorge aufgebaut werden.