Krankenversicherung: Arbeitslos ohne Bezüge und Leistungen


Wie verhält es sicht mit der Krankenversicherung, wenn man arbeitslos ist und ohne Bezüge und Leistungen von der Agentur für Arbeit lebt?Wer trägt im Fall der Fälle die Kosten und was sollten Betroffene wissen?

Arbeitslos Bezüge
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Generell besteht in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht. Doch wie stellt sich die Situation rund um die Krankenversicherung bezüglich der Bezüge und Leistungen dar, wenn man kein Einkommen hat und auch kein Arbeitslosengeld bekommt?

Ohne ALG Anspruch keine Beitragszahlung

Wenn man gerade seinen Job gekündigt hat kann es passieren, dass man aus verschiedenen Gründen kein Arbeitslosengeld bekommt. In diesem Fall kommt der Staat auch nicht für die Versicherungskosten auf. Denn wer arbeitslos ist und keine Bezüge von der Agentur für Arbeit bezieht, der erhält auch keine Zuzahlungen zum Krankenversicherungsbeitrag.

Insofern müssen sich die Betroffenen selbst krankenversichern und die Kosten selbst tragen. Dieses gilt jedoch immer nur dann, wenn man keinen Anspruch auf ALG I oder auf Hartz 4 hat. Besteht ein Anspruch, so verhält es so, dass die zuständige Behörde die Beiträge zahlt.

Selbst zahlen? 120 Euro pro Monat

Ist man arbeitslos und muss hingegen selbst für die Versicherungsbeiträge aufkommen bzw. hat man keinen Anspruch auf Bezüge, muss man zumindest nur einen Mindestbeitrag bezahlen, der im Bereich von monatlich rund 120 Euro liegt.


In diesem Fall legt die Krankenkasse nämlich ein Mindesteinkommen von etwa 800 Euro im Monat zugrunde, auf dessen Basis dann der Mindestbeitrag für die Krankenversicherung zustande kommt. Die Leistung der Krankenkasse entspricht im Bereich GKV bleibt jedoch unberührt, man muss also nicht befürchten, nur weil man den Mindestbeitrag zahlt eine schlechtere Behandlung bekommt.

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Generell sollte man, wenn man arbeitslos ist und kein Arbeitslosengeld bezieht, bezüglich der Krankenversicherung beachten, dass man die Beiträge selbst zahlen muss, wenn man sich freiwillig versichern möchte.