Wie seine Familienangehörigen in der PKV mitversichern?


Die gesetzliche Krankenversicherungen gestatten unter bestimmten Voraussetzungen die beitragsfreie Mitversicherung vom Ehepartner, den Kindern und sogar den Enkelkindern. Für Mitglieder der (PKV) stellt sich zwangsläufig die Frage, ob es für ein sie ein entsprechendes Pendant zur Familienversicherung gibt.

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Die Antwort lautet: Die PKV bieten kein direktes Spiegelbild zur Familienversicherung, über das man Angehörige versichern könnte. Allerdings gibt es einige Spezialangebote für Partner und Kinder.

Familienangehörige in der PKV mitversichern: Die grundsätzlichen Regeln

Die private Krankenversicherungen bieten für Familienangehörige vergünstige Tarife an, allerdings muss für alle betreffenden Personen des Versicherten eine eigene Police abgeschlossen werden. Die Familienangehörigen müssen deshalb eine Gesundheitsprüfung durchlaufen. Einzige Ausnahme sind Kinder, die innerhalb von acht Wochen nach der Geburt versichert werden. Für sie gibt es auch besonders günstige Tarife. Durchschnittlich schwanken diese zwischen 70 und 120 Euro (Stand: Januar 2016).

Partner können nur über die eigene PKV mitversichert werden, wenn jene grundsätzlich zur Mitgliedschaft in der privaten Krankenkasse berechtigt sind. Ist jener beispielsweise beschäftigt und in den GKV Mitglied, scheidet eine private Versicherung aus. Darf der Partner hingegen eine PKV-Police abschließen, so können seine Beiträge im Rahmen der Mitversicherung bis zu 50% tiefer gegenüber dem Hauptversicherten sein. Dies ist allerdings abhängig vom Alter sowie den Ergebnissen der Gesundheitsprüfung des Partners.

Die Sonderregelungen für Kinder

Frau und Kind
© JenkoAtaman / Fotolia

Wer Kinder in seiner privatenk Krankenversicherung mitversichern möchte, muss beachten, dass hierfür einige spezielle Regeln gelten. Grundsätzlich schreibt das Gesetz vor, dass der Nachwuchs über den Elternteil versichert werden muss, der das höhere Einkommen hat. Ist also beispielsweise der Vater der Elternteil mit den höheren Einkünften und in der PKV versichert, muss das Kind eigentlich über ihn versichert werden.
Viele Paare wollen dies jedoch nicht, weil die beitragsfreie Familienversicherung für sie verlockender wirkt. An dieser Stelle greift eine besondere gesetzliche Regelung: Liegt das monatliche Einkommen des privat Versicherten regelmäßig (d.h. durchschnittlich pro Jahr) unterhalb von einem Zwölftel der Versicherungsgrenze, so ist die Mitgliedschaft in den GKV doch möglich. Liegt das Einkommen höher, ist die Versicherung in den PKV zwingend.

Hinweis zu Adoptionskindern: Die Adoption eines Kindes ist gesetzlich der Geburt gleichgestellt. Entsprechend können auch adoptierte Kinder bis zu zwei Monate nach der Adoption in der PKV ohne Gesundheitsprüfung mitversichert werden. Allerdings können die Beiträge abhängig vom Alter des Kindes spürbar höher ausfallen.

Lesetipp:  Gesetz: Allgemeine Krankenversicherungspflicht in Deutschland

Vorsicht vor dem Ende der Kinder- und Jugendtarife

Da für die Kinder eine eigene Police gebucht werden muss, können diese theoretisch grenzenlos mitversichert werden. Die meisten Kinder- und Jugendtarife der PKV enden allerdings mit der Vollendung des 21. Lebensjahres vom Nachwuchs. Die Prämien für jene Versicherungen waren auch deshalb sehr günstig, weil keine Altersrückstellungen aufgebaut wurden. Nach Ablauf der speziellen Tarife wechseln die Kinder in die Erwachsenentarife. Die Prämien steigen in der Folge deutlich an.

Arbeitgeber zahlen auch für Angehörige Zuschüsse

Wer beschäftigt und in den PKV versichert ist, hat Anspruch auf Zuschusszahlungen des Arbeitsgebers zu seinem Gesundheitsschutz. Grundsätzlich können bis zu 50% der Kosten für die private Krankenversicherung auf den Chef abgewälzt werden. Zudem kann der Arbeitgeber auch Zuschüsse zu den Policen für nahe Familienangehörige zahlen, so diese nicht über die GKV vollversichert sind.

In der Praxis zahlen die Arbeitgeber allerdings selten tatsächlich 50% der Beiträge, insbesondere wenn auch noch Geld für Kinder fließt. Gesetzlich ist nämlich geregelt, dass der Arbeitgeber durch die Zuschüsse zur PKV nicht schlechter gestellt werden darf, als wenn der Mitarbeiter gesetzlich versichert wäre. Deshalb greifen entsprechende Höchstgrenzen.

Vereinfacht gesagt gilt: Je mehr Kinder der privat Versicherte Arbeitnehmer hat, desto umfangreicher fallen die Beiträge zum Gesundheitsschutz aus, die er selbst zu tragen hat.

Beiträge sparen: Leistungen anpassen

Grundsätzlich gilt bezüglich der Leistungen von Familienangehörigen in der privaten Krankenversicherung, dass diese erst einmal weitgehend den identischen Katalog buchen wie der Hauptversicherte – mit einigen logischen Einschränkungen, die weiter als die fehlenden Altersrückstellungen für Kinder reichen: Ist der Vater versichert, trägt die PKV beispielsweise selbstverständlich trotzdem gynäkologische Behandlungen für die Tochter. Die Leistungen können allerdings angepasst werden, um Beiträge zu sparen. Kinder im jungen Erwachsenenalter benötigen beispielsweise weniger umfassende Leistungen als Ehepartner im Seniorenalter. Bei großen Familien machen häufigere Anpassungen der Leistungen Sinn, um die Versicherung in den PKV nicht zu einer zu großen wirtschaftlichen Belastung werden zu lassen.