Basisleistungen der gesetzlichen Versicherung: Zusatzversicherung als Ergänzung


Die Basisleistungen der gesetzlichen Versicherung sind weiterhin mangelhaft, obwohl gewisse Leistungen als Selbstverständlichkeit gelten sollten. Eine Zusatzversicherung bietet sich als hervorragende Ergänzung an, um einen notwendigen Standard genießen zu können.

Jetzt die beste PKV finden
kostenloser und unverbindlicher Vergleich

  • über 300 Tarife vergleichen
  • erstklassige Leistungen sichern
  • bis 2.500 € pro Jahr sparen
  • kostenlos und unverbindlich
  • unabhängig und individuell
  • werbefrei und qualitätsgeprüft


Leistungsangebot der Krankenkassen sehr überschaubar

Die gesetzliche Krankenversicherung beschränkt ihre Leistungen auf ein Minimum. Aktuell stellt sich das Basisangebot der GKV wie folgt zusammen:

  • ambulante Behandlungen (ärztliche Betreuung)
  • ambulante Operationen
  • Arzneimittel (Zuzahlungen werden ab 18 Jahren gefordert, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel werden gar nicht übernommen)
  • Krankenhaustransporte (in der Regel wird eine Zuzahlung in Höhe von 10 Euro pro Fahrt gefordert)
  • Früherkennungen (jährliche Vorsorgeuntersuchungen)
  • Heil- und Hilfsmittel (bis zu einem Höchstsatz)
  • stationäre Behandlungen (pro Tag Krankenhaus wird eine Zuzahlung in Höhe von 10 Euro gefordert, maximal bis zum 28. Tag)
  • zahnärztliche Behandlungen (nur Festzuschuss für Zahnersatz, keine Kostenübernahme für kosmetische Behandlungen, etwa Zahnreinigungen)

Nicht ausreichend Leistungsbereitschaft der GKV

Zusatzversicherung
© bounlow-pic / Fotolia

Innerhalb der letzten Jahre haben die Basisleistungen einer gesetzlichen Krankenversicherung zunehmend abgenommen. Zwar werden stationäre und ambulante Behandlungen weiterhin übernommen, doch beschränkt sich die Kostenübernahme auf ein Minimum.
Gesetzlich oder frewillig Versicherte müssen sich beispielsweise mit Mehrbettzimmern zufriedengeben. Darüber hinaus müssen im Falle einer stationären Behandlung pro Krankenhaustag 10,00 Euro, für maximal 28 Tage, zugezahlt werden.

Auch die quartalsfällige Praxisgebühr in Höhe von 10,00 Euro sollte nicht außer Acht gelassen werden. Weiterhin werden Medikamentenzuzahlungen gefordert, ebenso Zuzahlungen im Dentalbereich. Auch Heil- und Hilfsmittel werden nicht in voller Höhe übernommen. Heilpraktikerbehandlungen werden in der Regel gar nicht akzeptiert. Doch die Defizite der GKV lassen sich hervorragend durch eine Zusatzversicherung ausgleichen.

Welche Zusatzleistungen sind wirklich sinnvoll?

Grundsätzlich gibt es viele verschiedene Zusatzversicherungen für den Krankheitsfall. Allerdings sind nicht alle Leistungen wirklich zu empfehlen. Nachfolgend eine kleine Auflistung sinnvoller Zusatzleistungen:


  • Ein-/Zweibettzimmer (nicht für Kinder)
  • Zahnzusatz (insbesondere für Zahnersatz)
  • Heilpraktikerbehandlungen (sofern gewünscht)
  • Heil- und Hilfsmittel (beispielsweise für Brillen)
  • Kranken-/Krankenhaustagegeld (vor allem für Selbstständige und Freiberufler)
Lesetipp:  Welche Krankenversicherung für Existenzgründer bei niedrigen Einkünften

Das Ein-/ oder Zweibettzimmer im Krankenhaus kann entscheidend zur Genesung beitragen. Jeder, der schon einmal im Krankenhaus gelegen hat, weiß, dass die Besuche, die Angewohnheiten oder das Verhalten eines Zimmernachbarn sehr anstrengend sein können. Für eine schnelle Genesung ist viel Ruhe notwendig, weshalb sich das Einbettzimmer durchaus lohnen kann. Allerdings sollte diese Leistung nicht für Kinder gewählt werden, denn diese sind häufig froh, wenn sie kleine Spielkollegen unter sich haben.

Bei der Zahnzusatzversicherung sollte stets abgewogen werden, inwiefern diese sich finanziell lohnt. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt normalerweise einen gewissen Teil der anfallenden Kosten, beispielsweise für Zahnzusatz. Das Gleiche gilt für die private Zusatzversicherung. Diese sollte aber nur dann abgeschlossen werden, wenn sich der Eigenanteil durch eine Aufstockung auch wirklich minimiert.

Heilpraktikerbehandlungen sollten selbstredend nur für Personen interessant sein, die für naturheilkundliche Therapien offen sind. Eine Zusatzpolice für Heil- und Hilfsmittel ist zwingend zu empfehlen. Beispielsweise erhalten Brillenträger nur in ganz wenigen Ausnahmen eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen. Eine Zusatzversicherung übernimmt hingegen die Kosten für eine Brille bis zu einem vereinbarten Mindestbetrag, welcher zumeist bei 250,00 Euro liegt. Das Krankentagegeld sollte insbesondere von Selbstständigen und Freiberufler gewählt werden, die auf ihre täglichen Einnahmen angewiesen sind. Arbeitnehmer, Kinder oder Hausfrauen benötigen diese Zusatzleistung nicht.

Schon ab 10 Euro pro Monat

Die tatsächlich anfallenden Beiträge für eine private Krankenzusatzversicherung sind sehr unterschiedlich. Zum einen sind die Prämien von Anbieter und zum anderen von den eigenen Verhältnissen und den gewünschten Leistungen abhängig. Umfangreiche Versicherungspolicen, die alle Zusatzleistungen enthalten, sind bereits ab 50,00 Euro pro Monat möglich. Einzelleistungen können schon ab 10,00 Euro pro Monat genutzt werden. Zusatzversicherungen für Kinder sind auch im Gesamtangebot ab 15,00 Euro pro Monat möglich.