AOK (Wahl-)Tarife für Gründer, Selbständige & Freiberufler im Überblick


Eine freiwillige Mitgliedschaft bei der AOK bietet eine große Zahl an Wahltarifen. Der Haupttarif für Selbständige, Freiberufler und Gründer präsentiert sich abhängig vom lokalen Sitz der Krankenkasse als AOK Plus oder als neutraler AOK-Tarif. Als spezieller Wahltarif für Selbständige steht der gesetzliche Krankentagegeldanspruch zur Auswahl.

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Als Selbständiger oder Freiberufler bei der AOK

Die Vorteile einer freiwillig gesetzlichen Versicherung bei der AOK liegen vor allem darin, dass die Beiträge langfristig kalkulierbar sind. Bei der privaten Krankenversicherung kommen Versicherte ab einem gewissen Alter oft in die Situation einer massiven Beitragserhöhung, während die Beiträge in der Hauptverdienstphase eher moderat sind. Ebenfalls vorteilhaft ist der Wegfall einer Gesundheitsüberprüfung vor der Aufnahme als Mitglied sowie die entfallenden Leistungsausschlüsse bei bestehenden Erkrankungen, wie sie in der privaten Krankenversicherung üblich sind.

Selbständiger im Büro
© UBER IMAGES / Fotolia

Vor allem für Existenzgründer bietet sich die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung an, da sich die Beiträge während der Gründungsphase am tatsächlichen Einkommen orientieren. In diesen Fällen wird eine Mindestbemessungsgrundlage von 2.178,75 Euro (Stand Januar 2016) angenommen. Bei Inanspruchnahme eines Gründungszuschusses reduziert sich die Mindestbemessungsgrundlage auf 1.452,50 Euro (Stand Januar 2016). Die reduzierte Bemessungsgrundlage gilt auch dann, wenn die normale Mindestbemessungsgrundlage mit der daraus resultierenden Prämie eine besondere Härte für die versicherte Person darstellt.

Für freiberuflich tätige Personen wie beispielsweise Künstler oder publizierend tätige Versicherte wie Texter, Journalisten und Autoren übernimmt die Künstlersozialkasse 50% der Beiträge an die AOK.

Die Beitragssätze der Krankenversicherung ohne Zusatzleistung betragen 14,0% plus einem Zusatzbeitrag von 0,9% ohne Wahltarif und Zusatzversicherungen. Ergänzend können verschiedene Wahltarife und Zusatzversicherungen abgeschlossen werden. Der Höchstbeitrag liegt bei 602,25 Euro bei einer Höchstbemessungsgrundlage von 4.125,00 Euro.


Ein wichtiger Punkt ist die Beitragsreduzierung bei Gewinnanbruch. Bei massiven Gewinneinbrüchen von mehr als 25 % erfolgt nach Antragstellung eine umgehende Reduzierung des Beitrags.

Die Wahltarife der AOK im Überblick

Als freiwillig versichertes Mitglied der AOK besteht für Selbständige, Gründer und Freiberufler die Wahl zwischen mehreren Wahltarifen, die den Leistungsumfang entsprechend erweitern. Dabei sind diese Tarife bundesweit nicht einheitlich gestaltet, sondern weisen zum Teil regionale Unterschiede auf. Als Wahltarife für alle versicherten Mitglieder stehen die regional wählbaren Wahltarife:

  • Selbstbehalt
  • Gesundheit
  • Bonus
  • Naturarznei
  • Zahnersatz
  • Auslandsreise
Lesetipp:  Privat krankenversichern: Ab wann? Voraussetzungen & Einkommen

zur Auswahl. Ergänzt wird diese Auswahl mit den gängigen Zusatzversicherungen für Zahnersatz, Zahnbehandlung, Krankenhaustagegeld, Auslandsreise und privater Pflegeversicherung.

Bevorzugt für selbständig Erwerbstätige, Freiberufler und Existenzgründer bietet die AOK das Krankengeld an. Während die genannten Wahltarife eine Entscheidung der Erfüllung persönlicher Anforderungen an die eigene Absicherung darstellen, kann das Krankengeld im Ernstfall die Existenz sichern. Ein Grund, warum zu diesem Punkt eine positive Entscheidung gefällt werden sollte.

Wahltarif „Krankengeld“ für Selbständige

Selbständiger
© Yuri Arcurs / Fotolia

Die AOK bietet diesen Tarif als Wahltarif an, wobei die versicherte Person diesen Tarif direkt bei Antragstellung auswählt. Die zusätzlichen Kosten werden in Form eines erhöhten Beitragssatzes verrechnet.

Der Grundbeitrag zur Krankenversicherung liegt mit Stand Januar 2016 bei 14,0%. Bei der Entscheidung für den Wahltarif Krankengeldanspruch erhöht sich der monatliche Beitragssatz um 0,6% auf 14,6% des Einkommens.

Nimmt man ein mittleres Bruttoeinkommen von 2.126,25 Euro eines Existenzgründers als Beispiel, liegt der Basisbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung bei 297,68 Euro. Bei Mitversicherung des Krankengeldanspruches erhöht sich der Beitrag zur Krankenversicherung um 12,75 Euro auf 310,43 Euro.

Die beiden Varianten des Wahltarifs „Krankengeld“

Der Wahltarif Krankengeld ergänzt das gesetzliche Krankengeld und gewährleistet die finanzielle Sicherheit. Die AOK bietet für selbständig und freiberuflich tätige Versicherte und Freiberufler unterschiedliche Tarife an.

Wahltarif AOK KG 22

Gilt für selbständig tätige und gesetzlich versicherte unständig und kurzzeitig Beschäftigte. Vom Beginn der vierten Woche ab Eintritt der Erkrankung bis Ende der sechsten Woche erhalten Versicherungsnehmer Krankengeld in Höhe von70 % des Bruttoarbeitsentgeltes. Dabei darf das Krankengeld maximal 90 % des Nettoarbeitsentgeltes erreichen.<

Wahltarif AOK KG 15

Dieser Tarif wurde speziell für Freiberufler wie Künstler, Autoren, Musiker oder Journalisten konzipiert. Beim KG 15 beginnt die Zahlung des Krankengeldes in Höhe von 70 % des Arbeitseinkommens bereits ab dem Beginn der dritten Woche und dauert bis zum Ende der sechsten Woche an. Ab der siebten Woche Arbeitsunfähigkeit erhält diese Gruppe Versicherungsnehmer gesetzliches Krankengeld.