Private Krankenversicherung mit Zahnspange (Erstattung & Leistungen)

Viele Menschen empfinden einen schiefen Zahnstand als Makel. Gerade Zähne sind ein Zeichen für ein gepflegtes Erscheinungsbild und daher sind Behandlungen mit einer Zahnspange nach wie vor eine der häufigsten aus dem Bereich der Kieferorthopädie.

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Waren es in der Vergangenheit vornehmlich Kinder und Jugendliche, die eine Zahnspange bekamen, so sind es heute auch Erwachsene die schiefe Zähne korrigieren lassen wollen. Vor allem dann, wenn die Weisheitszähne durchgebrochen sind und das vorhandene Gebiss ordentlich zusammenschieben.

Wie sieht es mit der Kostenübernahme für Zahnspangen innerhalb der privaten Krankenversicherung aus? Immerhin ist eine Behandlung beim Kieferorthopäden sehr kostspielig. Nicht selten belaufen sich die Kosten auf einen vierstelligen Betrag.

Was versteht man unter der Leistung „Zahnspange“?

Jugendliche mit Zahnspange
© Jürgen Fälchle / Fotolia

Die hohen Kosten für eine Zahnspange entstehen durch zahlreiche Faktoren. Es ist mit einem recht hohen, personellen Aufwand verbunden. Aber auch Zeit und die Kosten für das Labor und das Material dürfen nicht unterschätzt werden. Eine Zahnspange ist schließlich eine individuelle Sache, die jedes Mal für einen Patienten neu hergestellt werden muss. Zunächst gilt es einen Abdruck vom Gebiss anzufertigen. Dieser Abdruck wiederum wird in ein Zahnlabor übersendet, welches aufgrund dessen eine Zahnspange anfertigen wird. Hierbei gibt es verschiedene Ausführungen und auch unterschiedliche Materialien, so dass die Kosten recht variabel sein können. Auch ist es nicht immer erforderlich, das gesamte Gebiss zu richten. Bei einigen Behandlungen genügt es eine Korrektur an den Schneidezähne umzusetzen.

Als Leistungen für die Zahnspange werden von der privaten Krankenversicherung folgende Punkte genannt:

  1. Korrektur der Zähne bei einer Fehlstellung
  2. Korrektur bei einem vorhandenen Überbiss
  3. Vorsorgemaßnahme gegen das Verschieben gesunder Zähne

Wie sehen die Leistungen in diesem Fall genau aus?

Ist man bei einer privaten Krankenversicherung versichert und wünscht eine Korrektur der Zähne durch eine Zahnspange, so muss zwingend vorab ein Kostenvoranschlag bei der jeweiligen Kasse eingereicht werden. Ob eine Krankenkasse die Kosten übernimmt hängt in erster Linie davon ab, ob die Behandlung wirklich notwendig ist. In einigen Fällen werden sogar Gutachter hinzugezogen.
Letztendlich hängt alles vom gewählten Tarif der privaten Krankenversicherung ab. Jemand, der schon immer Probleme mit einer Fehlstellung der Zähne hat, sollte daher bei der Tarifwahl genau darauf achten, dass die Kosten für eine Behandlung mit einer Zahnspange von der Krankenversicherung auch übernommen werden.
Viele der privaten Krankenversicherungen listen die Behandlung mit einer Zahnspange unter „Zahnersatz“ auf. Daher sollte hier ein genaues Augenmerk darauf gerichtet werden.
Ist eine Behandlung medizinisch Notwendig, so gibt es meist keine Probleme. Unter medizinisch notwendig wird der Überbiss angesehen und auch Eingriffe, welche nach einem Unfall notwendig werden.

Welche Voraussetzungen müssen für die Übernahme der Kosten erfüllt sein?

Frau mit Zahnspange
© didesign / Fotolia

Kann die medizinische Notwendigkeit eindeutig nachgewiesen werden, so steht einer Kostenübernahme seitens der Krankenkasse nichts im Weg. In der Regel werden von der privaten Krankenkassen zwischen 40% und 85% der anfallenden Kosten übernommen. Das hängt ganz vom gewählten Tarifmodell ab. Einige sollten sich daher im Vorfeld ausreichend informieren. Zudem ist teilweise die Kostenübernahme auch an bestimmte Vorgaben gebunden. Es gibt sehr unterschiedliche Modelle und Typen von Zahnspangen, so dass es vorkommt, dass nur günstige Modelle von der PKV bezahlt werden.

Folgende Zahnspangen werden angeboten:

  1. herausnehmbare Modelle
  2. durchsichtige Gebisse, die einfach aufgesetzt werden
  3. Zahnspangen, die hinter den Zähnen angebracht werden und somit nicht mehr sichtbar sind
  4. Multiband, das sind festsitzende Modelle

Als die günstiges Variante gilt nach wie vor die einfachen, herausnehmbaren Zahnspangen. Die hohen Kosten entstehen jedoch nicht nur allein aufgrund der Herstellung von Zahnspangen. Meist müssen auch Zähne gezogen oder ersetzt werden, um ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen zu können.
Wer die Leistung Zahnspange bei der privaten Krankenversicherung in Anspruch nehmen möchte, braucht hier im übrigen kein Bonus-Heft oder ähnliches nachweisen.

Um in den Genuss von hochwertigen und exklusiven Zahnspangen zu kommen, sollte ein Premiumtarif gewählt werden. Ein einfacher Basistarif deckt diese Kosten nicht ab.

Wie ist die Leistung innerhalb eines Tarifs einzugliedern?

Alle privaten Krankenkasssen habe die Leistung Zahnspange innerhalb der zahnärztlichen Leistungen vorgesehen. Wie umfangreich letztendlich die Kostenübernahme tatsächlich ausfällt, ist von PKV zu PKV recht unterschiedlich. In den Basistarifen wird nur ein geringer Teil der Kosten übernommen und meist auch nur für die einfachsten Modelle. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich besser für einen Premiumtarif entscheiden. Vor allem dann, wenn bereits Fehlstellungen am Gebiss vorhanden sind.
Zu beachten ist außerdem, dass einige Privatversicherungen nur die Kosten für das Honorar beim Kieferorthopäden übernehmen, jedoch nicht die Labor und Materialkosten. Aber Vorsichtig! Hier verbergen sich meist die Löwenanteile für die Leistung der Zahnspange.

Ein Fallbeispiel

Anhand eines kleines Fallbeispiels lässt es sich deutlicher zeigen, wie Leistung und Kostenübernahme bei einer Zahnspange durch die private Krankenversicherung zusammenhängen, wenn der Wunsch nach einer Zahnkorrektur besteht.

Thomas J. Leidet seit längerem schon an der Fehlstellung seiner Zähne. Mit Hilfe einer feststehenden Zahnspange möchte er nun den Stand der Zähne korrigieren. Er hat bei einer PKV den Komfort Tarif gewählt, da er eine optimale und individuelle Absicherung für den Bereich Zahnersatz und Zahnarztleistungen wünschte.
Bevor die Behandlung durchgeführt wird, reicht Herr J. einen Kostenvoranschlag bei seiner PKV ein. Diese hat ihr Einverständnis gegeben und Thomas J. kann sich mit einem ruhigen Gewissen in die Hände des Kieferorthopäden begeben. In diesem Fall übernimmt die PKV 80% der Kosten. Das betrifft sowohl das Honorar beim Kieferorthopäden, als auch die Kosten für Labor und Material.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 4.750,00 Euro. Davon werden Herrn J. 3.800,00 Euro erstattet. Er muss immerhin noch einen stattlichen Anteil von 950,00 Euro aus eigener Tasche zusteuern.

Mit weiteren Kosten muss nicht gerechnet werden. Doch allein dieses Beispiel zeigt deutlich, dass hinsichtlich einer Zahnspange die Tarife versschiedenen privaten Krankenversicherungen sehr genau sondiert werden müssen. In den ersten Versicherungsjahren kann es nämlich vorkommen, dass es eine Kostenobergrenze gibt. Hier muss man also wirklich sehr genau darauf achten und zur Not über einen zusätzlichen Tarifbaustein nachdenken, der die Kosten besser abdeckt.

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