PKV mit Osteopathie als Leistung (Behandlung & Kostenerstattung)

Viele private Krankenverischerungen bieten ihren Versicherten eine Kostenübernahme osteopathischer Behandlungen an. Selbstverständlich ist dies jedoch nicht, es gilt stattdessen, dass der eigene Vertrag genau gelesen werden muss. Offen ist zudem auch, ob die Kosten vollständig übernommen werden.

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Osteopathie: Die Heilkunde gegen Knochen-Leiden

Die Osteopathie (griechisch für: Knochen-Leiden) zählt zur Alternativmedizin und beschreibt als Begriff die Gesamtheit der Behandlungskonzepte, die manuell – also durch die Hände des Therapeuten – umgesetzt werden. Zentraler Baustein der Osteopathie ist, dass auf die Gabe von Medikamenten verzichtet wird, da diese als unnötig und teilweise sogar als schädlich erachtet werden.

Osteopathie Behandlung
© karelnoppe / Fotolia

Das Konzept wurde im 19. Jahrhundert vom US-amerikanischen Mediziner Andrew Taylor Still entwickelt. Jener betrachtete den Körper als geschlossenes System. Verschiedene Krankheiten seien eigentlich nichts weiter als eine Störung dieser Funktionseinheit, die mit bloßen Händen am Knochengerüst und Bewegungsapparat behoben werden könnten, so Still. Seine Annahmen erwiesen sich als richtig.

Heute wird die Osteopathie gegen eine Vielzahl von Krankheiten eingesetzt, z.B.:

  • Chronische Schmerzen in Muskeln und Gelenken
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Nervenreizungen
  • Problemen der Blut- und Lymph-Gefäße

Die Osteopathie gliedert sich zudem in drei Fachrichtungen auf:

  • Viszerale Osteopathie: Schwerpunkt auf Organe, ihren Sitz im Körper sowie die Durchblutung
  • Parietale Osteopathie: Schwerpunkt auf Knochen, Gelenke, Muskeln und Bindegewebe
  • Kranielle Osteopathie: Auch der Kopf des Patienten wird in die Behandlung eingeschlossen

Die Prinzipien der PKV für die Kostenübernahme osteopathischer Leistungen

Grundsätzlich sind die private Krankenversicherungen zur Übernahme osteopathischer Behandlungen bereit. Zwingende Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der Versicherungsvertrag auch den Bereich „Alternativmedizin“ abdeckt. Ist dies nicht der Fall, so kann man bei den meisten privaten Versicherungen eine passende Zusatz-Police ordern.

Schutz gegen böse Überraschungen: Den Vertrag genau lesen

Osteopathie Behandlung
© karelnoppe / Fotolia

Auch wenn der Vertrag, die Alternativmedizin abdeckt, sollte man die entsprechenden Passagen genau studieren, weil andernfalls böse Überraschungen drohen. Die Osteopathie wird zumeist in dem Abschnitt erwähnt, in dem über die Kostenübernahme von Leistungen berichtet wird, die durch Heilpraktiker erbracht werden. Findet man den entsprechenden Abschnitt hier nicht, sollte man seine PKV kontaktieren, um nachzuhaken.

In der Regel gibt es jedoch eine entsprechende Passage, die ebenfalls genau studiert werden möchte: Einige private Krankenversicherungen übernahmen zwar einige osteopathische Leistungen, aber eben nicht alle. Schmerzbilder, die auf Muskeln und Gelenke zurückzuführen sind, werden beispielsweise klassischerweise übernommen. Bei Magen-Darm-Beschwerden schütteln jedoch einige Privatversicherungen den Kopf. Gleiches gilt für weiterführende Behandlungen: Häufig macht es Sinn, nach dem Osteopathen zum Chiropraktiker zu gehen. Einige private Krankenversicherungen zahlen die fortführende Behandlung, andere nicht und wieder andere Versicherungen richten sich in diesem Fall nach ihren Regelungen für Chiropraktiker.

PKV rechnen nach Heilpraktiker-Gebührenordnung ab

Grundsätzlich rechnen die private Krankenversicherungen osteopathische Behandlungen nach der Heilpraktiker-Gebührenordnung ab. Eine Kostenübernahme durch die Versicherung erfolgt entsprechend nur dann, wenn die Behandlung durch einen Schulmediziner mit entsprechender osteopathischer Zusatzqualifikation oder durch einen Heilpraktiker mit einschlägigem Fachwissen erfolgt. Es gibt jedoch zahlreiche Osteopathen, die keines von beidem sind. Die PKV übernimmt in einem solchen Fall die Kosten nicht.

Handelt es bei dem Therapeuten um einen Heilpraktiker und rechnet dieser exakt nach seiner Gebührenordnung ab, übernimmt die Versicherung in der Regel 100% der Behandlungskosten. Allerdings verlangen einige Therapeuten höhere Entgelte für die Osteopathie – insbesondere dann, wenn diese in ein größeres Behandlungskonzept eingebunden ist. Die große Mehrzahl der PKV zahlt den zusätzlichen Betrag jedoch nicht. Die Differenz zwischen Heilpraktiker-Gebührenordnung und dem tatsächlichen Rechnungsbetrag ist vom Versicherten zu tragen.

Günstige PKV-Tarife bieten nur anteilige Kostenübernahme

Generell gibt es in einigen PKV-Tarifen eine nur anteilige Kostenübernahme für  den Bereich Osteopathie. Dies ist immer dann der Fall, wenn die monatlichen Prämien des Versicherten vergleichbar gering ausfallen. In solchen Fällen kann es Sinn machen, eine Zusatzversicherung zu buchen. Unter dem Strich ist eine solche Strategie oft günstiger als in einen teureren Tarif zu wechseln.

Privatversicherte müssen in Vorleistung treten

Gängig ist in den privaten Krankenversicherungen, dass die Versicherten in Vorleistung treten müssen und anschließend von der Versicherung eine Erstattung bekommen – solange die Vorleistung zumutbar ist. Eine osteopathische Behandlung kostet zwischen 60 und 130 Euro und fällt damit deutlich in den zumutbaren Bereich. Die Rechnung muss folglich erst vom Versicherten aus eigener Tasche beglichen werden.

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