Private Krankenversicherung mit Homöopathie als Leistung

Homöopathie ist eine schonende und wirksame Möglichkeit, die Selbstheilkräfte des Körpers anzuregen. Die private Krankenversicherung erstatten deshalb die entsprechenden Behandlungen fast vollständig. Unangenehme Überraschungen können allerdings an zwei Stellen drohen.

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Homöopathie: Therapie nach dem Ähnlichkeitsprinzip

Homöopathie
© Björn Wylezich / Fotolia

Das Wort Homöopathie stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet zu deutsch „gleichartiges Leid“. Damit ist auch bereits erläutert, wie das Therapiekonzept funktioniert, das vom deutschen Mediziner Samuel Hahnemann am Ende des 18. Jahrhunderts entwickelt wurde. Erkrankungen sollten nach dem Ähnlichkeitsprinzip behandelt werden. Die Patienten bekommen Mittel, deren Grundsubstanzen bei einem Gesunden ähnliches Leid wie beim Erkrankten hervorrufen würden. Da die reinen Grundsubstanzen jedoch giftig wären, werden diese potenziert – faktisch bedeutet dies, sie werden stark verdünnt. Die Selbstheilungskräfte des Körpers sollen so angeregt werden: Man reizt vor allem die Abwehrkräfte.

Klassischer Weise werden homöopathische Mittel bei den folgenden Erkrankungen verschrieben:

  • Erkältung bis Grippe
  • Allergien
  • Unterschiedliche Schmerzbilder
  • Blutdruckbeschwerden

Kostenübernahme der Arztrechnung durch die PKV

Die privaten Krankenversicherungen (PKV) übernehmen in der Regel die Behandlungskosten von homöopathischen Ärzten vollständig. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Um ganz sicher zu gehen, sollte man allerdings seinen Vertrag vor dem Arzttermin, der sonst für die Erstkonsultation zwischen 120 und 220 Euro kostet, gegenlesen. Die Ziffern 30 und 31 der GOÄ betreffen die homöopathischen Ärzte – diese Ziffern sollten entsprechend in dem Behandlungsvertrag vermerkt sein.

Wichtig ist, wen dies ausschließt: Auch Heilpraktiker bieten homöopathische Behandlungen an. Allerdings werden von den privaten Krankenversicherungen ihre Therapiekosten nicht automatisch übernommen. Es sei denn, der Versicherungsvertrag sieht eine entsprechende Erstattung im Abschnitt über „Alternativmedizin“ vor. Die Regel ist, dass hier einige Behandlungen aufgelistet werden, die übernommen werden, eine generelle Kostenerstattung jedoch verweigert wird. Wer sich vorher nicht vergewissert und im Zweifel lieber noch einmal direkt bei der Versicherung nachhakt, ist davon bedroht, auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Der Kampf um die Kostenübernahme bei der Homöopathie

Homöopathische Mittel
© Herrndorff / Fotolia

Noch schwieriger fällt der Kampf um die Kostenübernahme bei homöopathischer Medizin aus. Eigentlich sind die Präparate über das Arzneimittel-Gesetz (AMG) eindeutig als Arzneimittel definiert und müssten deshalb von den privaten Krankenversicherungen übernommen werden. Tatsächlich ist dies aber längst nicht immer der Fall.

Einige Privatversicherungen verweigern die Kostenübernahme komplett mit dem Hinweis, dass es sich um Nahrungsergänzungsmittel und nicht um Medizin handele. Nahrungsergänzungsmittel seien allerdings nicht erstattungsfähig. Bei anderen Versicherungen gilt das komplette Gegenteil: Homöopathische Mittel werden komplett erstattet.

Allerdings hat sich seit einigen Jahren eine Kompromisslösung eingebürgert: Einige homöopathische Präparate werden übernommen, andere aber nicht.

Als entscheidend für Kostenübernahmen von homöopathischen Mitteln gilt:

  • Ist der Hersteller lizensiert?
  • Ist die Wirksamkeit hinlänglich bekannt?
  • Wurde das Mittel ausreichend auf seine Verträglichkeit getestet?

Diese Praxis der nicht mehr bedingungslosen Kostenübernahme ist einer Flut von nicht ausreichend getesteten Präparaten geschuldet. Viele Heilpraktiker entwickeln eigene Medikamente. Allerdings ergab sich dadurch der Vorwurf, dass zahlreiche der Mittel nicht ausreichend getestet worden seien, bevor sie angeboten wurden. Es ginge ausschließlich darum, Geschäfte zu machen. Die PKV wollten dieses Missbrauchspotenzial stoppen.

Die Faustregel lautet: Homöopathische Medikamente, die von Ärzten verschrieben werden, übernehmen die privaten Krankenversicherung in aller Regel. Bei Heilpraktikern ist dieser Automatismus nicht von selbst gegeben. In jedem Fall sollte man Rücksprache mit der Versicherung halten. Viele Privatversicherungen bieten Zusatztarife an, durch welche die Kostenübernahme sichergestellt werden kann. Oft stehen diese auch für Versicherte der GKV offen.

Vorleistung wird vom Patienten verlangt

Die private Krankenversicherung legen eindeutig fest, dass sie die Kosten für homöopathische Behandlungen „erstatten“. Im Klartext bedeutet dies, dass auch hier das Prinzip gilt, das in den PKV üblich ist: Der Patient muss in Vorleistung treten und erhält das Geld anschließend wieder von der Versicherung zurück.

Nach der recht kostspieligen Erstanamnese und Fallausarbeitung (120 – 220 Euro) kosten die weiteren Behandlungen durchschnittlich zwischen 40 und 80 Euro (30 bis 60 Minuten). Hinzu kommen die Kosten für die Medikamente.

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