Die Private Krankenversicherung im Überblick
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Arten und Umfang der privaten Krankenversicherung
Die
private Krankenversicherung dient der Absicherung
gegen Kosten, die
durch Krankheiten oder Unfälle entstehen können. Aber
auch Kosten für vorbeugende und diagnostische Verfahren
können mit durch sie abgedeckt werden.
Eine private Krankenversicherung kann bei einem privatrechtlich
organisierten Versicherungsunternehmen abgeschlossen werden.
Je nach Umfang kann man in drei Arten der privaten Krankenversicherung
unterscheiden:
- Die
Vollversicherung, zur
Deckung aller Krankheitskosten,
mindestens jedoch für ambulante und stationäre
Aufwendungen (substitutive Krankenversicherung);
- Die
Teilversicherung, die einen Anteil
der Krankheitskosten
absichert, zum Beispiel können Beamte auch noch Beihilfe durch
den Dienstherrn beanspruchen;
- Die
Zusatzversicherung, mit der
zusätzliche Risiken zur
gesetzlichen Krankenversicherung abgesichert werden können,
wie Krankenhaustagegeld, Krankengeld oder eine
Auslandskrankenversicherung.
Bedingungen für die Aufnahme in eine private
Krankenversicherung
Die
Aufnahme bei einer privaten Krankenversicherung
ist
abhängig von Alter, Geschlecht, Einkommen, Beruf,
Gesundheitszustand und der gewünschten Versicherungsleistung.
Besteht für gewisse Krankheiten ein erhöhtes Risiko
oder sind bereits Vorerkrankungen vorhanden, wird in der Regel ein
Risikozuschlag erhoben oder bestimmte Leistungen ausgeschlossen.
Generell können alle Personen eine private Krankenversicherung
abschließen, die keine Versicherungspflicht in der
gesetzlichen Krankenversicherung haben. Das trifft auf Arbeitnehmer zu,
deren Jahreseinkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze
liegt, sowie auf Beamte, Selbständige und Freiberufler.
Studenten können sich zu Beginn des Studiums oder beim Ablauf
der beitragsfreien Familienversicherung von der Versicherungspflicht in
der gesetzlichen Krankenversicherung befreien lassen, falls sie eine
private Krankenversicherung in Anspruch nehmen
wollen.
Die privaten Versicherer bieten ebenso wie die gesetzliche
Krankenversicherung Studententarife bis zum 30. Lebensjahr an.
Freiberuflich arbeitende Künstler und Journalisten, die einen
Zuschuss von der Künstlersozialkasse zur gesetzlichen
Krankenversicherung erhalten, können diesen auch bei einem
Wechsel in eine private Krankenversicherung bekommen.
Private Krankenversicherer berechnen im Gegensatz zu den gesetzlichen
Kassen einkommensunabhängige Versicherungsprämien.
Vorteile der privaten Krankenversicherung
Da die Prämien nicht nach dem Einkommen, sondern nach Alter
und allgemeinem Gesundheitszustand berechnet werden, kann ein
Arbeitnehmer oder Selbständiger mit gutem Einkommen viel Geld
sparen. Auch durch Selbstbeteiligungen kann der Versicherungsbeitrag
reduziert werden.
Teilweise werden auch
Beitragsrückerstattungen
ausgezahlt, wenn der Versicherte im
Vorjahr nur wenige Leistungen in Anspruch genommen hat.
Und schließlich ist das Leistungspaket, das eine private
Krankenversicherung anbietet, speziell im zusätzlichen
Versorgungsbereich (Heilpraktiker, Zahnersatz, Brillen etc.)
großzügig bemessen.
Weiterhin werden die
Versicherungsleistungen über den Versicherungszeitraum
garantiert und können vom Versicherungsunternehmen nicht
reduziert werden.
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