Private Krankenversicherung / PKV Risikozuschlag
Wie kommt es bei einer privaten Krankenversicherung (PKV) zum Risikozuschlag?
Die Berechnung des Beitrages erfolgt bei der privaten Krankenversicherung auf einer gänzlich anderen Basis, als es bei der gesetzlichen Krankenversicherung der Fall ist, wo die Höhe des Beitrages ausschließlich abhängig vom Einkommen der Krankenversicherten ist. Bei der privaten Krankenversicherung hingegen sind neben dem Alter, dem Geschlecht und dem gewünschten Leistungsumfang auch der Gesundheitszustand und vorhandene Krankheiten von Bedeutung für die Festsetzung des Beitrages. Im Bereich des „Normalbeitrages“ geht der Versicherer von einem gesunden Versicherten ohne chronische Erkrankungen etc. aus. Bestehen jedoch bestimmte Vorerkrankungen oder ist der aktuelle Gesundheitszustand nicht positiv, erheben die meisten privaten Krankenversicherungen einen so genannten Risikozuschlag. Der private Krankenversicherung Risikozuschlag soll dem erhöhte Risiko des Versicherer Rechnung tragen, welches aufgrund von gesundheitlichen Risiken beim Versicherten besteht. Der Versicherer befürchtet also Mehrkosten, die er sich durch einen erhöhten Beitrag in Form des Risikozuschlages im vorhinein „erstatten“ lassen möchte.
Die Höhe vom PKV Risikozuschlag richtet sich nach Art des erhöhten Risikos, also in erster Linie danach, welche Vorerkrankungen bestehen und in welchem Umfang diese gesundheitlich negative Folgen haben und Beeinträchtigungen mit sich bringen. Dabei spielt es oftmals auch keine Rolle, ob die Erkrankung akut ist oder in dem Sinne ausgeheilt ist, denn der Ermessensspielraum der Versicherer ist hier hoch. So wird zum Beispiel im Durchschnitt bei einer entfernten Schilddrüsen von den meisten privaten Krankenversicherungen ein private Krankenversicherung Risikozuschlag von 15-20 Prozent berechnet, obwohl man unter Einnahme von Medikamenten ansonsten ein Leben lang beschwerde- und komplikationsfrei ohne Schilddrüse leben kann. Umgehen kann man PKV Risikozuschlag im Grunde nur so, dass man sich für eine private Krankenversicherung ohne Gesundheitsprüfung entscheidet, allerdings ist der Grundbeitrag natürlich etwas höher, als bei einer „normalen“ PKV mit Gesundheitsprüfung.