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Für wen lohnt sich die Private Krankenversicherung?

13. Juli 2010 Redaktion

Lohnt sich die Private Krankenversicherung? Das hängt unter anderem davon ab, wer sie abschliessen möchten. Informieren Sie sich hier über Kosten und Leistungen.

Bei einem hohen Einkommen freut sich nicht nur das Finanzamt, sondern auch die Krankenkasse. Denn mit dem Verdienst steigen entsprechend die Beiträge zur Krankenversicherung. Gesetzlich Versicherte denken dann häufig über einen Wechsel in die private Krankenversicherung nach. Man muss jedoch prüfen, ob das langfristig vorteilhaft ist.

Die private Krankenversicherung steht allen offen, deren Jahreseinkommen die Versicherungspflichtgrenze von 49.950 Euro (2010) übersteigt. Wer mit seinem jährlichen Bruttoeinkommen in drei aufeinanderfolgenden Jahren über dieser Grenze liegt, kann in die private Krankenversicherung wechseln oder sich in einer gesetzlichen Krankenkasse freiwillig weiterversichern.

Aufgrund des besseren Leistungsangebots beispielsweise im Bereich Krankenhausaufenthalt (Einzelzimmer, Chefarztbehandlung) und Heil- und Hilfsmittel (Brillen, Akupunktur) und eventuell auch günstigerer Tarife, sollten Beamte, Selbständige und freiberufliche Tätige sich über die Angebote der privaten Krankenversicherung beraten lassen.

Der Wechsel in eine private Krankenversicherung lohnt sich eigentlich immer für Beamte mit staatlichem Zuschuss. Berücksichtigen muss man aber hier Alter und die Anzahl der Familienmitglieder, die jeweils einen eigenen Vertrag benötigen. Für Familien mit einem Kind und für Studenten ab 30, die selbst versichert sind, ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung auch eine Überlegung wert. Das Gleiche gilt für Studenten ab dem 15. Semester, vorausgesetzt, dass sie ihr Studium vor dem 34. Lebensjahr abschließen.
Gut geeignet ist eine private Krankenversicherung auch für Angestellte und Selbständige ohne Familie und für kinderlose Doppelverdiener.

Ein Vertragsabschluss bei einer privaten Krankenversicherung lohnt sich in den meisten Fällen nicht für Familien mit mindestens zwei Kindern und nur einem Einkommen, da jedes Familienmitglied separat versichert werden muss.
Frauen ab 45 Jahren, Männer ab 50 Jahren und Leute mit Vorerkrankungen sollten sich besser nicht mehr privat versichern, da die Beiträge in der privaten Krankenversicherung auch nach Eintrittsalter und Gesundheitszustand berechnet werden.

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